Braunschweig – Weststadt

Ein gänzlich inoffizieller Stadtteil-Blog


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🚎 Mehr Mobilität wagen⁉

In der Weststadt aktuell vom Mai 2018 wurde bereits die unbefriedigende Situation vorgestellt, dass im Bereich der Haltestellen Am Lehmanger viele Anwohner den öffentlichen Personen-Nahverkehr deutlich schlechter nutzen können als die meisten anderen Weststädter. Die für viele einzige Anbindung, die Buslinie 443, fährt seltener als andere Linien (bestenfalls halbstündlich), abends nur bis ca. 20:30 Uhr (samstags nicht einmal bis 19:00 Uhr), und sonntags gar nicht.

Trostlose Haltestelle

Die meisten Haltestellen sind nicht Niederflur-gerecht, auch sonst gibt es viele Details, die verbessert werden könnten. Nun hat sich Michael Beese, der damals auch den Artikel angestoßen hatte, entschlossen, die Angelegenheit mit derzeit noch wenigen Helfern (beispielsweise mir) in die Hand zu nehmen und zu versuchen, diese Situation zu verbessern.

Fernziel bleibt eine deutliche Verbesserung der Busverbindung mit engerer Taktung und längerem Abend- und Wochenendbetrieb für die Buslinie 443. Um das zu erreichen muss aber erst einmal gezeigt wird, dass es tatsächlich Bedarf für eine bessere Anbindung gibt. Viele Bewohner haben sich mit den gegebenen Möglichkeiten arrangiert, fahren mit dem Auto oder bleiben halt notgedrungen oft zu Hause. Die für in ihrer Mobilität eingeschränkte Anwohner oft unbefriedigenden Haltestellen und gelegentliche andere Ärgernisse – eine Bekannte berichtete, sie habe neulich Samstags für die Heimfahrt vom Einkauf am Donauknoten ein Minicar bestellen müssen, wegen der langen Schlange an der Kasse hatte Sie die letzte 443 heimwärts verpasst – animieren auch nicht zu Unternehmungen.

Ziel der Initiative von Michael Beese ist, für Anwohner, die den ÖPNV nutzen wollen oder müssen, die Situation möglichst schnell zu verbessern und so auch mehr Interesse an einer guten Busverbindung zu wecken. In Frage kommt die Vermittlung von Fahrgemeinschaften mit Privat-PKW und Taxen, gar Organisation von Rufbussen oder Anruf-Sammel-Taxen für besondere Fahrten wie ins Kino, Theater oder anderen Veranstaltungen in der Innenstadt. Auch Extrafahrten für Innenstadt-Café-Besuche am Sonntag, zum verkaufsoffenen Sonntag und Ausflugsfahrten in die Region (Hofcafé Klein Gleidingen, Heimatmuseum Geitelde, Zoo, Tierpark Essehof, Innenstadt Wolfenbüttel, …) sind denkbar. Eure Ideen sind gefragt.

Und nun das Sahnehäubchen:

Bei einer ausreichend großen Zahl Interessierter besteht die Möglichkeit, einen Förderantrag beim Quartiersmanagement „Soziale Stadt – Donauviertel“ zu stellen. Aus dem Verfügungsfonds, einem Fördertopf, aus dem relativ unbürokratisch kleinere Projekte finanziell unterstützt und/oder getragen werden können, wäre für ein paar „Leuchtturm-Fahrten“ eine großzügige Förderung möglich. Denkbar wären zum Beispiel „Kulturfahrten“ (Kino, Theater Fadenschein, Staatstheater, Niederdeutsches Theater, Lesungen, Sonntagsveranstaltungen im Kulturpunkt West, Konzerte etc.) in die Braunschweiger Innenstadt; für die könnte vom Verfügungsfonds sowohl für Fahrt als auch für Eintritts-Kosten ein großzügiger Zuschuss gewährt werden (angedacht, aber noch nicht „in trockenen Tüchern“!).  Ziel ist es, regelmäßig Angebote (nicht nur) für mobilitätseingeschränkte Menschen zu schaffen, einzelne „Lustfahrten“ in die Innenstadt sind davon natürlich ausgeschlossen.

Wenn Sie lieber nicht trampen wollen …

… hier unser Aufruf: Sie sind daran interessiert, solche zusätzlichen Fahrtmöglichkeiten zu nutzen? Dann melden Sie sich bitte mit Ihren Kontaktdaten und möglichst einer kurzen Schilderung, welche Probleme Sie mit der Buslinie 443 schon hatten oder noch haben („Kontakt zu Freunden am anderen Ende Braunschweigs abgerissen“, …), und möglichst mit Vorschlägen, welche Verbesserungen oder „Sonderfahrten“ ihnen am wichtigsten wären. Sie erreichen uns über das Kontaktformular,  0531 70756451, FAX 03222 3390109, oder per Post (Betreff: „Mobilität 443“) über den Treffpunkt Am Queckenberg 1a. Wir melden uns in der Regel am selben Tag zurück.

Wir werden Sie in den nächsten Wochen auch mit Plakaten und Flugblättern an die Initiative erinnern, vielleicht auch im Februar in der Weststadt aktuell erste Ergebnisse vorstellen, und hoffentlich Ende Januar mit Interessierten im Treffpunkt Am Queckenberg bei einer Tasse Kaffee oder Tee diskutieren, welche der im Raum stehenden Vorschläge als erste verwirklicht werden sollen; Terminfindung hier über den BLOG, ich könnte mir beispielsweise vorstellen, dass wir uns (½ h?) vor der Tagung des Runden Tisches dort treffen?

R. Bielefeld

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11. Sitzung „Runder Tisch – Soziale Stadt Donauviertel“ (22. November 2018)

Group Of Blue People Seated And Holding A Meeting At A Large U Shaped Conference Table Clipart Illustration ImageHier mein Bericht – mit Kommentaren und Einschätzungen

Nach der Begrüßung Herrn Barnstorfs, der als Nachrücker zukünftig die Parteien BiBS, Grüne und Die Linke am Runden Tisch vertritt, informierte das Quartiersmanagement zunächst über Verwendung von Mitteln aus dem Verfügungsfonds: seit der letzten Sitzung waren 420€ für das Honorar der Kinderbuchautorin Anja Tuckermann, die eine Lesung mit Kindern der Grundschule Altmühlstraße durchführte.

Im weiteren Bericht des Quartiersmanagements ging es um das IEK/IHK für das Donauviertel. Es ist in Arbeit, kann aber erst Anfang 2019 fertiggestellt werden, da noch Abgleich mit dem ISEK der Gesamtstadt Braunschweig, das erst kürzlich  als Entwurf erschien, notwendig ist. Der Spielplatz am Möhlkamp wurde als erstes Projekt(2) der Sozialen Stadt fertiggestellt und bereits eingeweiht, derzeit läuft die Findung eines treffenden Namens. Runder Tisch, Quartiersmanagement und Bezirksrat sollen bei den Planungen für die weitere Nutzung des Geländes der ehemaligen Gärtnerei Zobel beteiligt werden(1), das ist aber ein sehr langfristiges Projekt. Frau Bruhl warb für Michael Beeses Initiative (siehe Januarausgabe 2019 der Weststadt aktuell), viele freiwillige Mitmacher unter den Bewohnern zu werben, mit denen zusammen er die derzeit unbefriedigende Busanbindung für weite Teile des Lehmangers zu verbessern. Insbesondere die Wohnungsgesellschaften wurden gebeten, darüber nachzudenken, wie sie hier unterstützen können (Treppenhausaushänge, Plakataufstellung…).

Im neuen Jahr werden bei den Quartiersmanagement-Sprechstunden die alten Mittwochs- und Dienstagszeiten getauscht (auf Wer bietet was für wen in der Weststadt an?! bereits eingetragen).

Derzeit laufen Überlegungen zur Gestaltung eines Logos für die Soziale Stadt Donauviertel. Eine Bürgerbeteiligungsveranstaltung ist für Umgestaltungen im Bereich Im Wasserkamp für Frühjahr 2019 geplant.

Herr Müller-de Buhr gehört nicht mehr zum Quartiersmanagment, Frau Bianca Matthes ist neu im Team und wird sich demnächst vorstellen.

In den Mitteilungen der Verwaltung wurde berichtet, dass die erforderlichen Unterlagen für die Förderung des geplanten(2) Umbaus des Kulturpunkt West („Campus Donauviertel„) nun vollständig eingereicht sind und dass wohl gute Aussichten bestehen, im nächsten Jahr Fördergelder bewilligt zu bekommen. Die Vorbereitungen für den Neubau der Räumlichkeiten für den Kinder und Teeny Klub Weiße Rose laufen, es gibt aber noch viele Details zu regeln und zu beachten. Gutachter müssen vor den erforderlichen Baum-Rodungen feststellen, ob seltene Tier- und Pflanzenarten gefährdet werden könnten, mögliche Orte für Ersatzpflanzungen müssen geklärt werden, es gibt in dem Bereich im Boden Kanalisationsleitungen mit bisher unklarem Verlauf, eventuell Mauerreste und Fundamente …; mit unangenehmen Überraschungen ist zu rechnen. Wahrscheinlich wird auch eine Sondergenehmigung für Baumfällungen während der Brut- und Setzzeit benötigt. Die Neugestaltung des Weges zwischen Moselstraße und Lehmanger kommt gut voran, Dach- und Fassadenarbeiten an den Gebäuden sind fertiggestellt, nun können die geplanten Änderungen an den Außenanlagen in Angriff genommen werden. Planungen für die vorgesehenen Sanierungsarbeiten Am Wasserkamp (incl. Parkplatzfragen) laufen, scheinen aber noch nicht weit fortgeschritten (zusätzliche Parkplätze auf einem NiWo-Grundstück, …?).  Eine gute Gehwegverbindung vom Queckenberg zum neuen Spielplatz am Möhlkamp wurde bei der Bürgerbeteiligung gewünscht, derzeit besteht noch keine Klarheit über die endgültige Wegführung.

Sonstiges:

  • Laut Wiederaufbau gestalten sich die Planungen für die Wohnungssanierungen An den Gärtnerhöfen schwierig. Die erforderlichen Sanierungen lassen sich keinesfalls in bewohntem Zustand der Häuser durchführen, aber eine Verdrängung der derzeitigen Mieter aus dem Quartier soll auf jeden Fall verhindert werden — keine leichte Aufgabe!
  • Weitere Termine für Sitzungen des Runden Tisches: 17.01.2019, 07.03.2019, 23.05.2019, 22.08.2019, 12.09.2019, 21.11.2019

Ein Bericht erscheint auch in der Januar-Ausgabe der Weststadt aktuell.

Rainer Bielefeld

Quellen, Verweise:

  1. Bezirksrat Vorlage – 18-08833
  2. Geplante Maßnahmen im Rahmen der „Sozialen Stadt“
  3. IEK/IHK: Integriertes Entwicklungs-Konzept / Integriertes Handlungs-Konzept


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Bushaltestelle „An den Gärtnerhöfen“ – defekte Beleuchtung

Keine Beleuchtung im Haltestellenhäuschen „An den Gärtnerhöfen“

Nach der Sitzung des „Runden Tisches – Soziale Stadt Donauviertel“ bemerkte ich bei der Haltestelle An den Gärtnerhöfen (Fahrtrichtung Innenstadt), dass die Beleuchtung unter dem Dach des Wartehäuschens defekt oder abgeschaltet  war.

Ein Anwohner, der dort auf den Bus wartete, berichtete mir, die Beleuchtung sei bereits seit über 1 Jahr defekt, er selbst habe das bereits im Herbst (2017?) bei der Braunschweiger Verkehrs-GmbH gemeldet, mehrfach nachgehakt, aber nach seiner Beobachtung habe die Beleuchtung seitdem noch nie funktioniert.

Aufgrund dieser Erfahrung probiere ich es nun mal über das Ideen- und Beschwerdemanagement, die leiteten meine Eingabe an die Verkehrs-GmbH weiter, und von dort erfuhr ich heute telefonisch, dass das Haltestellen-Häuschen von „Deutsche Medien“ (die hier: Ströer Deutsche Städte Medien GmbH Region Nord-West (DSM)?) betrieben wird, und die für eine Reparatur zuständig sind. Der Betreiber wurde von der  Verkehrs-GmbH „auf dem kurzen Dienstweg“ informiert.

Ich bleibe dran!


R. Bielefeld


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Spielplatz am Möhlkamp im Donauviertel ist einsatzbereit

Der Spielplatz Möhlkamp der Nibelungen-Wohnbau GmbH ist als erstes Projekt im Fördergebiet „Soziale Stadt – Donauviertel“ dieses Jahr geplant und gebaut worden. Im kommenden Frühjahr wird noch der Naschgarten mit Hilfe von Kindern aus dem Donauviertel entstehen und auch ein Name soll für den neu hergerichteten Spielplatz gefunden werden. Dann ist eine feierliche Eröffnung mit einem großen Fest geplant.

Am 24. Oktober wurde der Spielplatz durch Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer und ….

Quelle und weiter lesen: presse-service.de


Großspielzeug auf dem Möhlkamp-Spielplatz – so sah es dort im August noch aus.

Aktuelles Photo folgt!


R. Bielefeld


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Stadt erhält 2,5 Millionen Euro aus dem Programm „Soziale Stadt“

Fördergebiete „Weststadt-Donauviertel“ und „Westliches Ringgebiet“ profitieren

Das „Westliche Ringgebiet“ erhält Städtebaufördermittel in Höhe von 1,0 Millionen Euro. Zusammen mit dem städtischen Eigenanteil in Höhe von 500.000 Euro stehen ab 2018 weitere 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das „Donauviertel“ in der Weststadt erhält Städtebaufördermittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro. Zusammen mit dem städtischen Eigenanteil in Höhe von 750.000 Euro stehen ab 2018 weitere 2,25 Millionen Euro bereit.

Quelle, alles lesen: presse-service.de


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7. Sitzung „Runder Tisch – Soziale Stadt Donauviertel“ (15. März 2018)

Ein Bericht erschien in der Aprilausgabe der Weststadt aktuell . Ich habe die Veröffentlichung dieses Artikels so oft aus Zeitgründen verschoben, dass er nun von der Entwicklung weitgehend überholt wurde.

Group Of Blue People Seated And Holding A Meeting At A Large U Shaped Conference Table Clipart Illustration Image

Hier aber noch einigen Anmerkungen

Am Runden Tisch blieben einige (wenige) Stühle leer …

Darüber hatte ich mich schon im vorigen Bericht geärgert.

Für einen dauerhaften Standort eines eigenen Büros für das Quartiersmanagement wird derzeit die Eignung einer konkreten Wohnung im Gebiet überdacht, die dazu umgewidmet werden könnte. Die Alternative in Form einer („Wohn-) Container-Lösung ist weiterhin im Gespräch, Fortschritte gibt es bisher nicht.

Das ist wohl aber auch gar nicht so einfach, eine hinreichend große Freifläche mit günstiger Strom-/Wasser-/Abwasser-Anschlussmöglichkeit UND zentraler, gut sichtbarer Lage im Gebiet zu finden. Vielleicht hier nördlich der Häuser Am Queckenberg 14 – 16?

Im Anschluss an die Sitzung traf sich noch eine kleine Arbeitsgruppe, die Möglichkeiten, die ÖPNV-Anbindung des Donauviertels an die Innenstadt zu verbessern, sucht.

Dazu noch eine kurze Klarstellung: Bei Gesprächen am Rande des 6. runden Tisches kam der Eindruck auf, man könne beim Fahrdienst der Stadt Braunschweig recht einfach eine Berechtigung für Fahrdienstleistungen bekommen, „wenn man nur etwas wackelig auf den Beinen ist“. Das ist aber nicht so, weitere Nachforschungen ergaben, dass man dort wohl nur als Berechtigter anerkannt wird, wenn man das Kennzeichen aG im Schwerbehindertenausweis hat.

Rainer Bielefeld