Braunschweig – Weststadt

Ein gänzlich inoffizieller Stadtteil-Blog


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Offene Sprechstunde Quartiersforum Emsviertel

(Gedächtnisprotokoll)

Gestern (13.06.2019) diskutierten wir bei der Offenen Sprechstunde Quartiersforum Emsviertel,

  • Ablauf und Ergebnisse der 3. Quartiersforum-Tagung. Unter anderem:
    • ALBA beliefert die Weststadt aktuell zukünftig jeden Monat mit einem Abfall-Tipp, der dann zusätzlich zu einer passenden Aktion (im Emsviertel) in der W.a. veröffentlicht wird.
    • Die Präventionsgruppe der Polizei will sich zukünftig öfters in Erinnerung bringen, Präsens im Emsviertel zeigen, Bürger animieren, sie und auch die Polizei ganz allgemein anzusprechen — Schwellenängste abbauen.
  • Brauchen wir ein Weststadt Radio?
    • Schön wäre es schon, aber es gibt rechtliche Hürden (Lizenz erforderlich), und wer schafft die Inhalte für ein Vollprogramm, Musik muss bezahlt werden, und gibt es überhaupt eine freie Frequenz? Praktikablere Alternativen wären die Buchung von Sendungen im Offenen Sendebereich bei Radio Okerwelle (man produziert nach einer Schulung seine eigenen Sendungen), Einrichtung eines Audio-Podcasts (oder Youtube-Videos), …
  • Wollen wir ein Freies WLAN (Freifunk) für den Treffpunkt einrichten? Ein Router ist als „Abfallprodukt“ des Nachbarschaftsfests vorhanden
    • Soll kurzfristig als „Veranstaltungs-WLAN“ eingerichtet werden, wird nur zu den Veranstaltungen eingeschaltet.
    • Dauerhafte Einschaltung wird später noch mal diskutiert.
  • Schlüsselfrage
    • Es soll ein Nutzer-Schlüsselsatz (Haustür, Treffpunktraum) bereitgestellt werden, der an „bewährte“ Treffpunktnutzer zu deren Veranstaltungen herausgegeben wird, damit nicht jedes Mal jemand vom Stadtteilentwicklungs-Team anreisen muss.
  • Der offene Brotbacktreff der Brötler
    • hat jetzt als offiziell 2 Termine, die BrotZEIT, jeweils 3. und 4. Mittwoch jedes Kalendermonats 16:30 Uhr im Treffpunkt Pregelstraße.
    • Über die Anschaffung einer Brotback-Grundausrüstung für den Treffpunkt wird entschieden, wenn Klarheit über die weitere Förderung des Quartiersforum-Projekts besteht.
  • Das 🍒 Mundraub-Obsttorten-Kaffeetrinken  benötigt noch Werbe-Unterstützung. Vielleicht auch als Alternativ- oder Ergänzungsveranstaltung zum Kuchenbuffet des IFT am Flohmarkt?
  • Was machen wir im 2. Halbjahr an Kinder- und Jugendlichen-Attraktionen (Haupt-Blick auf das Emsviertel , aber auch allgemein).
    • Für ein Herbst-Kinderfest könnten wir dieses mal vielleicht versuchen, die Rotation als Haupt-Partner zu gewinnen, voriges Jahr unterstützte uns der KTK Weiße Rose.
    • Eine Attraktion könnte ein Graffiti Workshop von The Bridge e.V. mit anschließender Verschönerung irgendeiner besonders tristen Wand (im Emsviertel) sein. Zu klären wäre, ab welchen Alter so etwas sinnvoll ist (3. – 4 Klasse?). Ich kontaktiere „The Bridge“.
    • Wir wollen den Gedanken einer Kinder- und Jugendlichen-Kunstaktion weiter verfolgen. Voriges Jahr schlief eine geplante Kunstaktion der Grundschulen wegen Arbeitsüberlastung wieder ein, vielleicht schaffen wir das dieses Mal?
    • der IMT wird das Thema auch kurzfristig aufgreifen.
  • Viele Gedankensplitter: Brauchen wir einen kleinen Tisch auf der Terrasse? Wollen wir zum Flohmarkt am 15.9. Freies WLAN im Außenbereich anbieten? AM Montag wollen wir versuchen, noch ein paar Mitstreiter für den Westadt-Waldputz am 29.6. am Lehmanger  zu gewinnen. Wir wunderten uns, dass der Polizei so gar-nichts über Kriminalitätsprobleme im Emsviertel bekannt sein soll.

Sonst noch so:

  • Zu WhatsApp-Nutzergruppen geht das Meinungsspektrum von „alternativlos“ bis „aus Datenschutz- und anderen Gründen indiskutabel“. Vielleicht könnte nebenan.de als niederschwelliges lokales Organisationsmedium dienen? Nachteil: eingeschränkte Zugangsmöglichkeit für Leute, die nicht aus Weststadt, Westring, Brotitzem kommen.
  • Außerdem bewunderten wir die neue Küche im Treffpunkt Pregelstraße. Der schöne neue Universal-Abflussverschluss ist leider schon wieder verschwunden.

 

Rainer Bielefeld

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Weststadt-Waldputz: Auf ein neues

Sammlertrupp vor dem TPAQ – Abschiedsphoto von M. Lehmann

Der eine oder andere Teilnehmer am Stadtputz des Stadtteilentwicklungsvereins Weststadt e.V. erinnert sich vielleicht noch mit Grausen an den vielen Müll im Wald nahe des Kleingartenvereins Am Lehmanger. Wir mussten eine ganze Menge liegen lassen, das wäre einfach nicht zu schaffen gewesen.

Einige Weststadt-Putzer vom März haben sich nun für

Samstag, 29.06.2019 09:30 Uhr

Samstag, 06.07.2019 09:30 Uhr (verschoben auf Wunsch des KGV)

mit dem Kleingartenverein zu einem „Nachputz“ verabredet, bei dem wir gemeinsam am Waldrand aufräumen werden. ALBA wird die Aktion freundlicher Weise mit kostenloser Abholung des gesammelten Mülls unterstützen, anschließend nach 2-3 Stunden sammeln wollen wir noch ein Wenig beim Kleingartenverein zusammensitzen und bei kühlen Getränken und Heißem vom Grill den gemeinsamen Erfolg feiern. Details dazu sprechen wir noch ab. Alle Weststädter sind herzlich zum Mitmachen eingeladen, bitte

  • hier per Kommentar
  • oder per Kontaktforumular (Kontaktdaten werden nicht veröffentlicht)
  • oder bei Tel.: 0531 28794170 (Rainer Bielefeld)

anmelden, damit wir Getränke und Grillgut passend zur Mitmacherzahl beschaffen können.

Es wäre toll, wenn DU auch mitmachst!

Treffpunkt: Parkplatz am Waldrand hinter dem Kleingartenverein.

⚠  ACHTUNG: die in der „Weststadt aktuell“ für die Aktion angegebene Uhrzeit für den ursprünglich geplanten Termin ist FALSCH (was dann wegen einiger Verwirrungen die Verschiebung notwendig machte)!


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Weststadt-Waldputz: Epilog

Das war toll dieses Jahr! Aber mit 6 Einsätzen auch ein bisschen zu viel. Verkehrsinsel muss sein, (m)ein Wäldchen auch, und beim Stadtteilentwicklungs-Eintopf ʼreinschauen sowieso. Und eine Sammelaktion mit Kindern/Jugendlichen. Aber das soll nächstes Jahr für mich auch reichen. Schade, dass Gerd Reichel als Helfer kurzfristig ausfiel, und sich auch niemand anderes fand, um als Mit-Organisator und Begleiter bei den diversen Kinder- und Jugendlichen-Aktionen  mitzuwirken. Vielleicht habe ich ja nächstes Jahr mehr Glück?

Noch ein Paar Gedankenschnipsel

  1. Vom intensiven Abfallgreifer-Einsatz habe ich eine Blase am rechten Mittelfinger bekommen.
  2. Das tolle Engagement der 5. Waldorfklasse zum Thema „Plastikmüllvermeidung“ zeigte auch bei uns Wirkung. Wir bemühen uns jetzt zunehmend, Verpackungsfrei-Einkaufsangebote zu nutzen, werden uns auch Obst-und-Gemüse-Mehrfachbeutel zulegen (REWE). Aber woher bekomme ich dann Gute-Tat-Einweg-Handschuh-Beutel in ausreichender Zahl?
  3. Wir waren hier in BS nicht die einzigen Abfallsammler, das gibt es Welt-weit!
  4. Ich kenne Trainspotter, Planespotter, Ship-Spotter, Birdwatcher, Car-Spotter, War-Spotter, u.v.a.m.. Aber wie heißt jemand, der Schubkarren fotografiert? Und dann auch noch immer dieselbe?

Und ToDos für die nähere Zukunft:

  1. 🛠️ Im Bereich hinter Hausnummern Am Queckenberg 28 – 50 sind im Zaun große Lücken, durch die die Anwohner (hauptsächlich Garten-) Müll in den Wald entsorgen. selbst am 30.4. beobachtet, wie eine Frau eine große Tragetasche davon oben am Zaun entleerte. Rechtslage müsste durch W.a. und ggf. Treppenhausausgänge, ggf. auch Anschreiben (erscheint mir zu aufwendig) den Bewohnern klar gemacht werden.
  2. Der Zustand des stets total vermüllten Wäldcheneingangs zwischen Im Wasserkamp 24 und Am Queckenberg 29 ist so unhaltbar, geeignete Maßnahmen müssen angegangen werden, ich habe schon ein paar Ideen.
  3. 🛠️ In den Naherholungswäldchen zwischen Lehmanger und Am Queckenberg muss etwas passieren. Es geht nicht so weiter, dass dieses tolle Biotop, Kinderspielplatz Grüne Lunge u.v.a.m. als Müllkippe missbraucht und in seinem Wert für die Weststädter auch durch andere missliche Umstände beschränkt wird. Ich werde mich darum kümmern.
    1. 🛠️ Nato-Draht und andere gefährliche Gegenstände müssen entfernt werden
    2. 🛠️ Die Anwohner dürfen nicht länger das Wäldchen als Müllkippe missbrauchen. Weder Gartenabfälle noch sonstiger Müll darf dort einfach in den Wald geworfen werden.
  4. 🛠️ Dass der KGV Am Lehmanger (und wer weiß wer noch) den Wald einfach als kostengünstige Müllkippe benutzt muss aufhören. Ich bin mit Alba bereits im Gespräch.
  5. 🛠️ Die Koordination der Putztrupps war teilweise doch recht pauschal, wie sich bei Gesprächen mit Anwohnern, die am Tag nach unserem Schulputz im gleichen Gebiet sammeln wollten, ergab.
  6. 🛠️ Das Wegekonzept im Wäldchen müsste mit den zuständigen Stellen überdacht werden. Es gibt dort diverse breite, gut nutzbare Wege, die aber eventuell gar nicht offiziell vorhanden sind?

    Weg oder kein Weg, das ist die Frage hier!

Und dann noch ein paar Ideen für nächstes Jahr:

  1. 🛠️ Wir sollten versuchen, die Sammlerbelohnungen für Kinder / Schüler / Jugendlicher mit weniger Plastikverpackungs-Einsatz hin zu bekommen


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Weststadt-Waldputz: Mein Tag 5 – im Wäldchen

fertig verpackt!

Meine erste Fuhre –

Für den letzten Sammeltag hatte ich mir „meditatives Waldaufräumen“ vorgenommen. Abschluss zusammen mit der Sammelaktion des Stadtteilentwicklung Weststadt e. V.. Gegen 08:30 Uhr Übergabe der gestern noch bei der Weißen Rose benutzten Abfallgreifer des Vereins, Schubkarre geschnappt, und ab ging es ins Wäldchen, hier der GPS-Track meiner Route! Der Tracker zeigte gestern 7,4 km mit allen kleinen und kleinsten Abstecherchen zu jedem Bolchenpapierchen, die verlinkte Anzeige verkürzt auf knapp die halbe Länge.

Hinter Am Queckenberg 38, 42 betrat ich das Wäldchen, beobachtete eine Anwohnerin beim Entsorgen von Gartenabfällen (dazu später mehr), und 10 Minuten später hatte ich den ersten Müllsack und die Schubkarre schon voll. Mit einer zerkloppten Küchen-Eckbank oder so etwas ähnlichem! Also zurück zum Treffpunkt, abladen, Pausenkaffee (wenn das so weitergeht …), und dann ging es in den Wald hinter Im Wasserkamp 16 – 24 zum „Fitness-Center“, das wir gestern liegen ließen.

Müll im Wald

Mit dem herumliegenden gefährlichen Nato-Draht im Wald muss noch etwas geschehen, und die Zaun-Sicherung damit ist wohl auch indiskutabel. Die ersten Meter Schubkarrenweg  von der Fundstelle zur Straße waren etwas schwierig, dann war der Rest des Weges breit und einfach zu fahren. Anschließend trennten sich unsere Wege, Familie Lehmann blieb, noch weiteren Kleinkram auflesen, und dann mussten ja auch die weiteren Sammler am Treffpunkt instruiert werden. Ich zog weiter zum Waldstück zwischen THW und KGV Am Lehmanger. Der Anblick / Zustand des Waldes dort ist frustrierend. Ein 50 m breiter Streifen gegenüber des Kleingartenvereins ist furchtbar zugemüllt – mal ganz abgesehen von der Sperrmüll- und Bauschutthalde am Wegrand. Es gibt sicherlich eine Menge Erklärungen, wie dieser Kleingarten-typische Müll mit kleinen Bauschutthaufen, Gartentorresten, Einwegflaschen, Essensresten, Pflanzenschutzmittelverpackungen, Sanitärinstallation und Elektrokabeln, Gartenabfällen, Gurkengläsern, Gartenmöbeln, Kochgeschirr und sonstigem Haus- und Verpackungsmüll dort hin gelangt sein könnte. Nach kurzem, beherzten Einsatz von Ockhams Rasiermesser bleibt aber als plausible Erklärung nur, dass der bei weitem überwiegende Teil des Mülls aus dem Kleingartenverein stammt. An vielen anderen Kleingartenvereinen bietet sich das gleiche Bild. Das muss aufhören. Ich war fleißig, und gegen 11:30 Uhr hatte ich meine 6 Stadtputzsäcke aufgebraucht. Mein Vorschlag, Walkie-Talkies einzusetzen („Ich hab hier einen Trabbi im Gebüsch, wer ist in der Nähe und kann mal it anfassen kommen?“) hatte keine Gegenliebe gefunden.

Noch ein paar Impressionen vom Tage:

 

Vielen Dank an die fleißigen Sammler!

Zum Abschluss gab es im Treffpunkt noch lecker Eintopf (von dem ich Martina noch eine Tupperschale voll mitbrachte), Kaffee, Kekse. Ich war geschafft, aber auch zufrieden.


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Weststadt-Waldputz: Mein Tag 4 – Waldorfschule Klasse 6

Bei schönstem Sonnenschein trafen wir uns vor dem Novalis-Haus der Freien Waldorfschule Braunschweig. Wie gewöhnlich Ausrüstung verteilt, kurze Instruktion, Funkgeräte-Sprechprobe, und los ging es mit der 6. Klasse, Klassenlehrerin, einem Vater, und am Eingang zum Sammelgebiet trafen wir dann noch Michael Lehmann vom Verein Stadtteilentwicklung Weststadt e. V..

Wir teilten uns in 2 Gruppen auf und starteten unsere „Sammlungsbewegung“.

Fahrradleiche an der Münchenstraße

Ursprünglich hätten wir gern im Wäldchen gesammelt, einige Eltern hatten aber Bedenken (Drogen, Spritzen, sonstige unappetitliche Hinterlassenschaften …), so dass wir ins Emsviertel auswichen. Dort fanden wir dann übrigens auch Drogen, Spritzen, … 🤔

Die Fahrradleiche (eigentlich nur noch ein Rahmen), die wir gleich zu Anfang fanden, war uns für den Weitertransport zu sperrig,  wir ließen sie dort, ich habe das schon bei der Stadt gemeldet.

Mit meiner kleinen Gruppe erlebte ich keine größeren Aufreger, das spannendste waren noch eine tote Taube und Rattenköder an einer Müllstation. „Die Anderen“ fanden aber beispielsweise auch einen Stapel Ausweise, Kunden-, Bahn- und sonstige Karten, dazu am Schluss noch mehr.

Der Sammeleifer der Schüler war Alters-typisch („das schwierige Alter“ 😉) etwas durchwachsen, die Teamleistung brachte aber wieder einen sehr ansehnlichen Stadtputz-Säckehaufen zusammen.

Der Musiklehrer ertrug unsere abschließende kleine Belohnungseis-Fête in seinem Fachraum mit Fassung, wofür wir ihn mit einem Extra-Eis belohnten. Für Schüler und Lehrer begannen nach dem Musikunterricht die Osterferien (zum Ausgleich von Schul-Samstagen beginnt die Waldorfschule 1 Woche früher), ich sortierte mit der Klassenlehrerin noch die Ausrüstungen auseinander.

Und hinterher merkte auch ich schon ein wenig, was ich getan hatte, und genoss es, zu Hause nach dem Mittagssnack in der Sonne mit hochgelegten Beinen auf dem Balkon zu sitzen. Viel Zeit blieb dazu aber nicht, ich hatte ja nachmittags noch eine Stadtputzaktion mit der Weißen Rose (da „nur“ als Mitsammler), und vorher musste ich noch die gefundenen Ausweise und Karten bei der Polizei am Alsterplatz abliefern. Das wird nun seinen Gang gehen, es wird ermittelt, ob Straftaten dazu bekannt sind, und so weiter. Mit der Klassenlehrerin und der Polizei habe ich verabredet, dass wir die Angelegenheit weiter verfolgen, der Kontaktbeamte oder jemand anderes von der Polizei wird hoffentlich die Klasse irgendwann nach den Osterferien besuchen, über das Verfahren in solchen Fällen und allgemeines zur Polizeiarbeit berichten und mit den Schülern diskutieren, ich bleibe dran.


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Weststadt-Waldputz: Mein Tag 3 – auf den Verkehrsinseln

Gestern war dann mein Hobby-Areal dran, die Verkehrsinseln rund um den Donauknoten. Der Anblick erinnerte mich eher an eine notdürftig begrünte aufgelassene Müllkippe als an bepflanzte Verkehrsinsel, der Dreck, durch den man stellenweise watet, ist schon erschreckend. Novum dieses Mal: eine Tüte mit vollgeschissenen Windeln. Ich stelle mir die Filmhandlung dazu vor: Jemand packt die benutzten Windeln seiner Drillinge in eine Plastiktüte, verknotet die wegen des üblen Geruchs sorgfältig, steigt mit der Tüte in den Wagen, fährt ein Stück und schmeißt die Tüte dann am Donauknoten aus dem Fenster … .

Allein Müll-Sammeln ist für mich fast so etwas wie Meditation – mit gleichzeitig auf Straßenverkehr achten. So hätte ich auch noch eine ganze Weile weiter sammeln können, aber andererseits hatte ich dann doch Durst, Hunger, die Greiferhand zwackte, und so pfuschte ich auf der letzten Insel doch etwas, sammelte nur die größeren Teile auf, und zog dann ganz zufrieden mit mir wieder nach Hause.

Die meisten Straßenbahnfahrer grüßten mich fröhlich zurück, dachten wohl, ich sei einer von ihnen – zu Strafarbeit verdonnert 😉

Ich fand sogar das Kaninchen wieder, das ich voriges Jahr unter dem Gebüsch auf einer Verkehrsinsel bestattet hatte. Gut gemeint vom Fachbereich Stadtgrün, dass sie für meine Sammelaktion die Büsche fast bis auf die Wurzeln ʼrunter geschnitten hatten, aber mir gefällt das trotzdem nicht.

Heute bin ich vormittags dann noch mal mit einer Schulklasse unterwegs, nachmittags mit der „Weißen Rose“ – der Bezirksbürgermeister will auch kommen. Morgen dann noch Abschlussveranstaltung „Am Queckenberg“, ob ich das mal mit einem Sucht-Experten erörtern sollte?