Braunschweig – Weststadt

Ein gänzlich inoffizieller Stadtteil-Blog


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Straßenbahn und Auto kollidieren in Braunschweiger Weststadt

Bei dem Unfall am Donnerstagnachmittag wurden keine Menschen verletzt. Es kommt aber zu erheblichen Behinderungen im Feierabendverkehr.

Quelle: braunschweiger-zeitung.de


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Leider kein unverpackter Aufschnitt

Gestern besuchte ich mit einem Mitstreiter vom Internationalen Männertreff die Klassenlehrerin der Waldorfschulklasse, mit der wir im März einen Weststad-Waldputz im Rahmen der Stadtputz-Aktion „machen“ wollen. Wir waren schwer beeindruckt vom Engagement der Schüler zur Vermeidung von Verpackungsmüll.

Inspiriert vom gestrigen Gespräch zog ich heute los, um neben dem Getränkenachschubkauf (Großeinkauf mit der Schubkarre zur CO2-Vermeidung — ist doch klar) auch endlich mal Aufschnitt an der Fleisch-Theke im eigenen Behälter, ohne Verpackung, zu kaufen. Schon vor langer Zeit hatte ich in unserer Frühstücksrunde gehört, dass das bei REWE möglich ist, aber irgendwie hatte ich im entscheidenden Moment nie daran gedacht, eine Tupperdose mitzunehmen. Und ich schimpfe immer über die verpeilten Leute, die aus ähnlichem Grund an der Kasse Plastiktüten kaufen … .

Heute nun zog ich frohen Mutes und mit Tupperdose zum verpackungsfreien Aufschnittkauf los, aber — das scheint bei REWE hier nur im EKZ Elbestraße möglich zu sein:
👎 REWE Lichtenberger Straße: können wir nicht, Hygiene … .

Schade, dass der Markt nicht bei den Testmärkten dabei ist. Unverpackt wär‘ mal was! Nächstes mal versuche ich etwas kühnes: Ich bitte die Verkäuferin, mir die abgewogene Wurst samt Wiegeunterlagen-Folie in die auf die Theke gestellte Plastikdose plumpsen zu lassen – so spare ich dann schon mal die Verpackungstüte, wenn es klappt.

R. Bielefeld


Mehr zum Thema:

  1. FAZ 30.09.2017: Geht’s auch ohne?
  2. Chip 25.09.2017: Änderung an der Wursttheke: Warum Sie zum Rewe-Einkauf bald immer Ihre Tupperdose dabei haben sollten


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🚴 Fahrradschutzstreifen Lichtenberger Straße – 2

Vorbemerkung

Bei der Bezirksratssitzung Stadtbezirk 221 (Weststadt), 28. November 2018 ging es auch um den Radfahrerschutzstreifen Lichtenberger Straße (Anfrage CDU-Fraktion). Eine Antwort der Verwaltung lag vor und wurde vorgelesen. Die Stellungnahme wird (nicht ohne Widerspruch) zur Kenntnis genommen: Die Antwort der Verwaltung erweckt den Anschein, die aktuelle Lösung sei von allen Beteiligten einhellig begrüßt worden. Das ist so nicht richtig, wie auch der Bezirksbürgermeister aufführte. Zudem ist die Stellungnahme etwas unvollständig und ein einigen Punkten womöglich fehlerhaft. Ich hatte zu einem Teilaspekt der  Schutzstreifen-Fragen schon einmal Stellung genommen: Der Fahrradschutzstreifen entlang der Lichtenberger Straße … . Hier will ich noch einmal ausführlicher meine Gedanken zu verschiedenen Problemen rund um den Schutzstreifen äußern.

Die derzeitige Lösung wird vom vielen als unzureichend empfunden. Das dürfte auch am Gesetzgeber liegen, die alten benutzungspflichtigen Radwege mit einer geringeren Breite als 1,5 m mussten nach einer Übergangszeit umgewidmet werden, und nun haben sie einen „keiner-weiß-so-recht-was-das-eigentlich-ist-Status“. Wird der alte Radwegstreifen dem Gehweg zugeschlagen? Oder ist das nun irgendein  „Anderer Radweg“ ohne Benutzungspflicht? Im Fall der Lichtenberger Straße ist eine solche Unklarheit allerdings eher nicht gegeben, der alte Radweg war nur durch eine durchgezogene weiße Linie vom Gehweg abgeteilt, die Linie ist kaum noch sichtbar, der alte Radweg existiert nur noch in der Erinnerung, aber nicht mehr als Verkehrsweg. Was viele nicht daran hindert, ihn weiterhin zu benutzen.

Mir fällt zu den Fahrradschutzstreifen dort wesentlich mehr ein, als der Verwaltungsantwort zu entnehmen ist.

1 Meter Zollstock

Es stellt sich die Frage, ob der Schutzstreifen überhaupt  STVO-Konform ausgeführt ist, ich habe da meine Zweifel. Zum einen — wie bereits reklamiert —  fehlen die Fahrrad-Piktogramme fast vollständig. Üblicher erlebter Standard in Braunschweig ist, dass  man auch von einem Sportflunder-Auto aus stets mindestens das nächste Piktogramm deutlich sieht. Auf der Fahrbahn der Lichtenberger Straße sind nur (noch?)wenige Piktogramme vorhanden, und davon die meisten kaum noch sichtbar. Ob jemals ausreichend viele mit sinnvoll geringem Abstand vorhanden waren?

An der ausreichenden Breite des Fahrradschutzstreifens habe ich Zweifel. An den meisten Stellen, wo ich gemessen habe, betrug die Breite vom Bordsteinrand aus bis zur Bordstein-abgewandten Seite des Markierungsstreifens (Zeichen 340 (Leitlinie, eine unterbrochene dünne Markierung, sogenannter Schmalstrich)) in Fahrtrichtung Innenstadt 125 cm. Das ist wohl eher zu wenig. Beim Radfahrstreifen liegt der Markierungsstreifen zwar innerhalb des Radfahrstreifens. Beim Schutzstreifen aber steht in der ERA „Lage mittig zwischen den Verkehrsflächen“. Also wäre der Schutzstreifen an den Messstellen eine halbe Markierungsstreifen-Breite zu schmal. In der Gegenrichtung gelegentlich auch mal 125cm rechts vom Marierungsstreifen, etwas besser.

Wo ist hier der Sicherheitsraum? Und auch wieder gefährliche Stufe zur Gosse

Es gibt aber noch ein weiteres, noch gravierenderes  Problem. Den empfohlenen Sicherheitstrennstreifen von 0,50 m breite (Gekennzeichneter Abstandsstreifen zwischen Parkenden PKW und dem Schutzstreifen) gibt es schon mal nicht. Klar, bei beengten Verhältnissen oder nur wenigen zu erwartenden Parkvorgängen kann der „baulich ausgewiesene Streifen“ entfallen, dann aber soll „… der Schutzstreifen einschließlich Sicherheitsraum 1 ,50 m breit sein. Der Sicherheitsraum muss dann nicht baulich oder durch Markierung ausgebildet sein. Also ist der Sicherheitsraum Bestandteil des Schutzstreifens – aber wo soll der bei einer Breite von oft nicht einmal 1,25m dann sein?

Gefährliche Stufe

Ein weiteres Problem ist die gepflasterte, abgesetzte Gosse. Auf Seite 23 ERA las ich, dass bei schlecht befahrbarer Gosse die Schutzstreifenbreite erhöht  werden soll. Ich denke ja mal so, dass die er Schutzstreifen ohne Gosse dann noch 1,25m breit ist? Auf der Lichtenberger Straße gibt es immer wieder bisweilen mehrere Zentimeter ausmachende Höhensprünge zwischen Asphaltdecke und gepflasterter Gosse, die zumindest lästig sind, für weniger sichere Radfahrer evtl. auch gefährlich; die Perspektive des Photos übertreibt etwas – der Anschaulichkeit halber.

Eine weitere Gefahrenquelle könnte sich aus den Unterbrechungen an Einmündungen ergeben. Der Radfahrer vertraut auf seinen dort nur nicht sichtbaren Schutzstreifen, der Autofahrer sieht keinen, hat auch keinen Platz, bedrängt den Radfahrer … . Ob das überall anders lösbar ist weiß ich nicht, vor den Ampeln hat die Straße jeweils ein kurzes Stück Mittellinie, und aufgrund der geringen Straßenbreite wäre die wohl bei einem Fahrad-Schutzstreifen nicht zulässig. Also endet der Fahrradschutzstreifen einfach sang- und klanglos — gefällt mir nicht.

Auf allgemeine Kritik von Fahrradfahrern an den Schutzstreifen wie beispielsweise das Problem, dass die übliche Sicherheitsregel „Radfahrer mit 1,5m Mindestabstand überholen“ bei Fahrradschutzsstreifen praktisch grundsätzlich von Autofahrern missachtet wird, u.v.a.m, will ich hier nicht näher eingehen.

Mein Fazit: Die Ausführung des Fahrradschutzstreifens dort ist keine Totalkatastrophe, die ERA ist ja schließlich auch nur eine (sehr dringliche) Empfehlung. Aber irgendeinen Sicherheitsgewinn für die Fahrradfahrer durch so einen mal gerade so noch zulässigen Fahrradschutzstreifen sehe ich auch nicht.

Und das Schlimmste: Ich weiß auch keine richtige Lösung.

So weit meine Meinung dazu. Hat jemand eine andere? oder Ergänzungen, Klar- oder Richtigstellungen?

 

R. Bielefeld

 


 

 

Weiterführende Literatur

  1. Schutzstreifen für den Radverkehr in Ortsdurchfahrten (PDF, 38 Seiten, 2007), Erfahrungsberichte. | Herausgeber: Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Göttinger Chaussee 76 A, 30453 Hannover
  2. Sonderwege für Radfahrer (PDF, 2 Seiten, 2013, Erläuterungen aus Radfahrersicht. | Herausgeber: Verkehrsclub Deutschland, Kreisverband Passau/Freyung-Grafenau e.V.
  3. Wikipedia: Radverkehrsanlage / Schutzstreifen
  4. Auszug aus dem Verordnungstext der Straßenverkehrsordnung mit Regeln, welche für Radfahrer besonders relevant sind. Private Webseite, Sachstand nach 2008.
  5. Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA, 95 Seiten, docdroid-Dokument) | Herausgeber: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen — Arbeitsgruppe Straßenentwurf.
  6. Usenet Newsgroup de.rec.fahrrad
  7. Schutzstreifen – Wunsch und Wirklichkeit (ein Blogbeitrag)
  8. Warum Fahrradschutzstreifen Fahrradfahrer nicht schützen (ein Blogbeitrag)
  9. Zu kurz gedacht – Fahrradschutzstreifen

 


 


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Bushaltestellen der Linie 443 ohne Beleuchtung

Auf dem Weg zur Bezirksratssitzung fielen mir 2 weitere Haltestellen mit anscheinend bis offensichtlich nicht funktionierender Beleuchtung auf.

Ich habe das über das Kontaktformular bei Verkehrs-GmbH gemeldet, bekomme innerhalb von 14 Tagen Rückmeldung; ich bleibe dran!

Haltestelle „Lichtenberger Straße“, Richtung Donauknoten

Noch nicht gekümmert habe ich mich um die Beleuchtung des Wartehäuschens der Haltestelle „Lichtenberger Straße“ in Fahrtrichtung „Donauknoten“; da gibt es offenbar gar keine eigenständige Beleuchtung, Licht von der Werbefläche muss reichen?

 


R. Bielefeld


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Fahrbahnsanierung Lichtenberger Straße erst am Montag fertig

Die Fahrbahndeckenerneuerung auf der Lichtenberger Straße dauert einige Tage länger als vorgesehen. Statt am heutigen Freitag werden die Arbeiten voraussichtlich am Montag, 26. November, abgeschlossen sein. Das teilt die Stadt Braunschweig mit.

Quelle und mehr lesen: regionalbraunschweig.de


Ich hatte gedacht, das würde eh bis Montag (06:00 Uhr) dauern?  In manchen Veröffentlichungen hieß es, die Arbeiten würden bereits am Freitag, 23.11. abgeschlossen werden … . EFA sieht jedenfalls das Ende der Bus-Umleitung am Montag um 06:00 Uhr (siehe auch Screenshot rechts), wie auch offenbar die Original-Mitteilung der BSVG und oepnv-braunschweig.de.


R. Bielefeld


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Umleitung Buslinie 443 🚎

Wegen der Straßenbauarbeiten auf der Lichtenberger Straße wird die Buslinie 443 während der gesamten Dauer der Baumaßnahme (Nachmittag 16.11. bis 26.11.2018) über die Donaustraße umgeleitet. Die Haltestellen an Lichtenberger Straße und Isarstraße werden so lange nicht bedient.

Quelle: Telefonhotline 0531 3832050

Nach den Linien 445 und 455 habe ich nicht gefragt