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5. Sitzung „Runder Tisch – Soziale Stadt Donauviertel“

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5. Sitzung „Runder Tisch – Soziale Stadt Donauviertel“ (11. Januar 2018)

Eine geringfügig gekürzte Fassung dieses Berichts erschien in der Februarausgabe der Weststadt aktuell.

Group Of Blue People Seated And Holding A Meeting At A Large U Shaped Conference Table Clipart Illustration Image

Wieder einmal eine Sitzung, alles schien wie gewohnt, aber dieses mal war (fast) alles anders als bisher.

Nach kurzer Einleitung durch Herrn Römer, der als Bezirksbürgermeister auch Sitzungsleiter bei den Sitzungen des Runden Tisches ist, wurde zunächst noch kurz erneut der Verfügungs-Fonds angesprochen – in der Summe 20.000 € jährlich, unbürokratische Vergabe kleiner Teilbeträge an verschiedene Bürger-nahe Kleinprojekte, bis 500 € direkt durch das Quartiersmanagement. Runder Tisch und Quartiersmanagement wollen die Nutzung propagieren, den Bürgern näher bringen.

Dann stellte sich zunächst das Quartiersmanagement-Team für Sitzungsteilnehmer und Zuschauer, die die letzte Sitzung kurz vor Weihnachten verpasst hatten, noch einmal vor. Herr Müller-de Buhr formulierte „griffig“ das Ziel der Maßnahme: „Wenn die Maßnahme abgeschlossen ist, sollen Sie alle dafür beneiden, dass Sie im Donauviertel wohnen“. Herr Symalla von der Verwaltung erläuterte noch einmal das Prinzip des Vorgehens bei einer Maßnahme „Soziale Stadt“: Während bis in die späten 90er Jahre solche Stadtbezirks-Sanierungen fast ausschließlich die „Runderneuerung“ von Bausubstanz und Infrastruktur (Straßen, Gehwege, …, bestenfalls noch etwas Grünflächen) umfasste, geht es heute darum, alle Aspekte, die das Leben im Quartier betreffen und Einfluss auf die Lebensqualität der Bewohner haben, zu betrachten und zu verbessern. Ziel ist – fast vorrangig vor der materiellen Verbesserung – lebendige Nachbarschaften zu fördern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzepte (IEK/IHK) sind heute gefragt.

Bei der Vorstellung des aktuellen Sachstands zu den bereits konkret in Vorbereitung befindlichen Projekten wurde ein regelrechtes „Kribbeln“ im Publikum spürbar, das auch dem Sitzungsleiter wohl nicht verborgen blieb, er forderte jedenfalls das dieses mal große Publikum zu Fragen, Vorschlägen und Anmerkungen auf, und davon gab es dann viele. Bitte um direkte persönliche Einladung zur Bürgerbeteiligung (die erste derartige Veranstaltung für unmittelbar betroffene ist bereits für Mitte Februar vorgesehen), Vorschläge, wie die Busanbindung im Donauviertel am Wochenende mit wenig Aufwand verbessert werden könnte, der Hinweis, auch Eigentümergemeinschaften sollten in die Diskussion und Planung einbezogen werden, vieles mehr. Die Teilnehmer des Runden Tisches tauschten zwischendurch noch Ideen aus, wie der Informationsfluss zwischen den Akteuren und zwischen Akteuren und Bürgern weiter verbessert werden könnte.

Sicherlich hätte manches davon eigentlich eher in eine Erörterung mit dem Quartiersmanagement während einer Sprechstunde (siehe Doppelseite – oder Zukunftsmusik: Bürgerversammlung beim Quartiersmanagement) gehört, ich fand es richtig aufregend, dabei zu sein und zu erleben, wie das Projekt Fahrt aufnimmt und nun auch bei den Bewohnern ankommt; ich denke, die meisten anderen Zuschauer haben das ähnlich erlebt. Es war gut, die Diskussion einfach mal so laufen zu lassen.

Bei aller Freude über die erfreulich lebhafte Veranstaltung sollen aber auch 3 Kritik-würdige Gegebenheiten nicht unter den Tisch fallen:

  1. Frau Bonnet (BIBS-Fraktion und Bürgervertreterin – wie immer man sich diese Vertretung genau vorzustellen hat) fehlte Krankheits-bedingt bei fast allen bisherigen Sitzungen des Runden Tisches. Dass es nicht gelungen ist, eine Vertretung durch ein anderes Mitglied von BIBS oder aus der Bezirksrats-Gruppe Gruppe Grüne/ Linke zu organisieren, erscheint mir ein unhaltbarer Zustand.
  2. Ein öffentlich einsehbares „offizielles“ Protokoll der Sitzungen gibt es immer noch nicht. Bisher wird ein Protokoll nur an die Mitglieder des runden Tisches verteilt.
  3. Meine Bitte, die Versorgung der Presse (Weststadt allgemeine) mit Material aus den Sitzungen des Runden Tisches zu organisieren, die ich telefonisch am 15.01.2018 an die Verwaltung richtete, ist anscheinend immer noch in Klärung? Jedenfalls habe ich bisher noch nichts wieder gehört, ich hake nachher mal nach.

Weitere Termine für den Runden Tisch sind nach derzeitiger Planung 15.2., 15.3., 17.5., 9.8.2018, aufgrund aktueller Entwicklungen kann sich das aber noch ändern.


R. Bielefeld

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Autor: rrbd

Freelancer, Engineer, Camper, Canoeist

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