Braunschweig – Weststadt

Ein gänzlich inoffizieller Stadtteil-Blog

Paten-Taten

2 Kommentare

Das Kerngeschäft

Martina — ihr grüner Daumen ist nur mit dem kleinen Balkongarten nicht ausgelastet — hatte ja schon die Arbeit in unserem „Paten-Garten“ aufgenommen.

Schraffiert: okkupiertes Patenland

Das „Areal“ ist für 2 zum Austoben doch etwas zu klein, so habe ich meine Idee wieder aufgegriffen, den Grün- und Gebüschstreifen diesseits des Parkplatzes vor meinem Bürofenster zukünftig im Auge und einigermaßen Unrat-frei zu halten – Auch wenn mir der direkte Blick darauf schon bald von den Bäumen vor dem Fenster versperrt sein wird.

Vorher habe ich Anfang April noch schnell 2 kleine Müllbeutel Kleinkram und einen arg ramponierten Badmintonschläger in „unserem Waldrand“ hinter dem Haus aufgesammelt, dieselbe Menge fand ich auch im „Patenland“, obwohl die Schüler beim Stadtputz 2 Wochen vorher auch schon ordentlich etwas aufgesammelt hatten. Stückzahlmäßig ganz oben auf der Hitliste: Leere Hundekacketüten, Meisenknödel-Netze, Capri-Sonne-Tüten.

Mein Plan: während der Brut- und Setzzeit lasse ich das Areal in Ruhe, dann schaue ich alle 8 Wochen mal hin und sehe wieder nach dem Rechten. Und wenn sich zwischendurch mal eine offensichtliche Gelegenheit für eine Gute Tat ergibt, nutze ich die natürlich (ein achtlos weggeworfenes Papiertaschentuch, eine Bäcker-Brottüte, …)

Martina hat derweil eine Bauerngarten-Kräuter-Gras-Mischung zwischen die Büsche auf der Paten-Baumscheibe gestreut. Noch ist es etwas zu kühl, aber bald hat der „Garten“ hoffentlich ein paar kahle Stellen weniger.

Nebenschauplätze

Naher Spielplatz

Und wer kümmert sich nun darum? So gesehen am 13.04. (Einkaufswagen) und 17.04.

Den Einkaufswagen holt Aldi hoffentlich „Osterdienstag“ bei uns ab? Nee, bis Mittwoch und noch hat sich niemand gemeldet, und plötzlich war der Wagen (Schloss wohl per Bolzenschneider durchbrennt) abgeholt. Aldi? Wohnbau?.

Ist ja nicht schön, wenn die Kinder auf einer Müllhalde spielen müssen.

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Ich konnte klären, zu welcher Wohnungsbaugesellschaft der Platz gehört. Eigentlich wär’s ja am einfachsten, jede der potentiellen Nutzer- oder Anliegerparteien schaut 1x im Jahr 1 Woche nach dem Rechten und räumt bei Bedarf etwas auf, ich hatte mich für KW16 vorgemerkt (als bisher einziger, ich kam noch nicht dazu, mehr Leute zu fragen). Am 19.04. kam mir aber irgendjemand zuvor, ein Reinigungstrupp (ich hatte mittags einen Mitarbeiter „in die Büsche gehen“ gesehen) hat „klar Schiff“ gemacht. Allerdings gehen die sehr flott durch — ich füllte schnell noch einen 9l-Müllbeutel, ohne allzu sehr in die Tiefen des Gebüsches einzudringen.

Verbindungsweg Lechstraße – Illerstraße

Da ich am 19.4. noch einen leeren 9l-Müllbeutel mit hatte machte ich im Gebüsch auf der anderen Wegseite gegenüber der Bank etwas „klar Schiff“. Obwohl dort offensichtlich schon mal jemand das Gröbste herausgeräumt hatte, fand ich noch eine ganze Menge Müll. Stückzahl-mäßig ganz oben auf der Hitliste: Schnapsfläschen „St. Hubertus“, Pappbecher, leere Hundekacketüten, sonstige Glasflaschen.

Flaschenhäufchen 1

Markenanalyse

Flaschenhäufchen 2

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Pläne

Es wäre toll, wenn der eine oder andere mitmachen und eine Art „Patenschaft“ für ein paar Quadratmeter Park, einen Weg, eine Verkehrsinsel oder sonst ein Fleckchen Erde in der Weststadt übernehmen würde. Wenn genug Leute mitmachen wäre in der Weststadt bald tatsächlich so schön, wie es sein könnte. „Flugmüll“, Hundekot und weggeworfene Flaschen sind nicht nur im Emsviertel ein Problem, und zu hoffen, dass das über Ordnungswidrigkeits-Bußgelder abgestellt werden kann, erscheint blauäugig. Da müssen wir selbst ran.

Vielleicht ist ja schon der eine oder andere lange vor mir auf den Gedanken gekommen, mit anzupacken — meldet Euch doch mal hier mit einem Kommentar!

Ich werde mich in Kürze mit ein paar Vorschlägen zu Aktionen, für die ein paar mehr Leute gebraucht werden, hier im Blog melden.

Und vielleicht kann die Stadt Braunschweig mit etwas Anschubhilfe unterstützen? Etwas Öffentlichkeitsarbeit und symbolträchtige Unterstützung (in Anwesenheit der Presse) wäre sicher hilfreich. In Halle (und sicherlich auch in anderen Städten) gibt es inzwischen ja schon formelle Patenschaften – ich fände so etwas auch für Braunschweig hilfreich.

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Autor: rrbd

Freelancer, Engineer, Camper, Canoeist

2 Kommentare zu “Paten-Taten

  1. Hat dies auf RainerSeiner rebloggt und kommentierte:

    Wie geplant, habe ich einen neuen Blog ins Leben gerufen, in dem ich und hoffentlich auch andere zu speziellen Weststadt-Themen Stellung nehmen — hier auf Rainerseiner konzentriere ich mich zukünftig wieder aufs rein Private.

    Gefällt mir

  2. Pingback: Paten-Taten – 2 | Braunschweig - Weststadt

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